Im Vergleich mit 17 anderen in Europa verkauften Kompaktwagen können die Besitzer eines neuen Opel Astra jährlich Versicherungskosten in Höhe von rund 600 Euro sparen. Dies hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), die Dachorganisation von 468 privaten Versicherern, ermittelt. Auch wenn die Versicherungsunternehmen unterschiedliche Tarife anwenden, so orientieren sie sich doch europaweit an den Empfehlungen des GDV und richten die Beitragshöhen danach aus.
Unabhängig von der jeweiligen Motorvariante wird der Astra jeweils tiefer eingestuft als seine Wettbewerber. Das Astra-Volumenmodell mit 1,6-Liter-Benzinmotor und die Modelle mit den beiden populärsten Dieselmotoren, dem 1,7- und dem 2,0-Liter, hat der GDV sogar drei Versicherungsklassen tiefer eingestuft als vergleichbare Kompaktwagen. Und eine tiefere Einstufung heißt naturgemäß geringere Beiträge.
Hintergrund für diese niedrige Einstufung ist die erfolgreiche Zusammenarbeit von Designern und Ingenieuren: Sie entwickelten ein Auto, das bei einem Unfall aus niedriger Geschwindigkeit nur wenig Schaden nimmt – und das nach einem solchen Unfall schnell und preiswert repariert werden kann. Was wiederum zu einem großen Teil den Stoßfängern zu verdanken ist.
Beim Astra sind die Stoßfänger so konstruiert, dass sie einen Aufprall mit bis zu 15 km/h ohne nennenswerten Schaden überstehen. Und sie sind so gestaltet, dass sie größere – und kostspielige – Bauteile wie Kühler, Motorhaube oder Heckklappe wirksam schützen. Der Kühler ist beispielsweise so aufgehängt, dass er sich im Falle eines Aufpralls aus der Knautschzone heraus nach hinten bewegt.
Die Ausführung und Platzierung von Stoßfängern ist für Versicherungsgesellschaften von großer Bedeutung. Denn bei einem typischen Auffahrunfall treffen oft nicht die Stoßfänger aufeinander, sondern der bremsende und mit der Fahrzeugfront abtauchende Hintermann rutscht mit seinem Stoßfänger unter den des ebenfalls bremsenden und hinten aufsteigenden Vordermanns.
Um dies zu verhindern, haben die Opel-Ingenieure beim Astra die Träger der Stoßfänger vorn ein wenig höher und hinten ein wenig tiefer angebracht. Darüber hinaus haben sie sich mit der Konstruktion beschäftigt, die bei einem Crash möglichst viel Aufprallenergie absorbiert. Diese so genannte Crash-Boxen und die Träger sitzen unmittelbar unter der Oberfläche der vorderen und hinteren Stoßfänger. Sie sind aus verformbarem Aluminium hergestellt und absorbieren sehr effizient und ohne große Beschädigung die Aufprallenergie bei niedrigen Geschwindigkeiten.
Die Motorhaube, ein vergleichsweise teueres Bauteil, ist nicht nur durch ihre Bauart, sondern auch durch ihre Lage geschützt. Sie wurde relativ hoch und zurückgesetzt platziert und befindet sich so in einer relativ sicheren Position.
Darüber hinaus haben die Ingenieure an vielen einzelnen Details gearbeitet, um Reparaturen so einfach wie möglich zu machen. Sie achteten darauf, dass Bolzen leicht zugänglich und Komponenten nach einem Unfall schnell erneuerbar sind. Viele Bauteile sind so gestaltet, dass an Stelle teuerer Komponenten nur Spannverschlüsse oder andere preiswerte Teile ausgetauscht werden müssen.
Auch wenn die zahlreichen Maßnahmen nach außen nicht sichtbar sind, so tragen sie doch dazu bei, Unfallschäden gering zu halten, Arbeitsaufwand zu reduzieren und Reparaturzeiten zu verringern – alles in allem: die Reparaturkosten deutlich zu senken. Wichtig: Dieses Konzept funktioniert nicht nur auf dem Papier oder im Labor, sondern im wirklichen Leben, in der Werkstatt nebenan.
Opel hat dem Thema Reparaturkosten so viel Aufmerksamkeit gewidmet, weil für potenzielle Autokäufer drei Themenkreise besonders wichtig sind: Das Aussehen eines Autos, die Sicherheit und die Gesamtkosten. Reparatur- und Versicherungskosten können zumindest den letzten Punkt erheblich beeinflussen.
Opel ist bekannt für vergleichsweise geringe Reparaturkosten und Ersatzteilpreise. Natürlich trägt auch der niedrige Verbrauch der neuen Astra-Modelle zu den günstigen Unterhaltskosten bei. Dazu kommen, je nach Motorisierung, in vielen europäischen Ländern noch spürbare Steuervorteile. So reduzieren sich die Unterhaltskosten oder anders ausgedrückt: die Einsparungen addieren sich.
1 Der neue Astra 1.6 Benziner wurde vom GDV in Versicherungsklasse 13 eingestuft.
Diese 17 Kompaktfahrzeuge liegen in Versicherungsklasse 16 oder höher: Audi A3 1.6 / Toyota Auris 1.6 / Chevrolet Cruze 1.6 / VW Golf VI 1.6 / Fiat Bravo 1.4 T-Jet / Ford Focus 1.6 / Peugeot 308 1.6 / Citroën C4 1.6 / BMW 1er 1.6 / Renault Mégane 1.6 / Hyundai i30 1.6 / Mazda 3FLH 1.6 / Mercedes A Klasse 1.7 / Honda Civic 1.4 / Kia c’eed 1.6 / Seat Leon 1.6 / Alfa 147 1.6TS
Die Berechnungen basieren auf einer jährlichen 100 Prozent-Vollkasko-Prämie mit 300 Euro Selbstbeteiligung inklusive einer Teilkasko-Versicherung mit 150 Euro Selbstbeteiligung. Zulassung in Berlin, 12.000 km jährlich, gültig 2008/2009. Quelle: GMACVS-Versicherungsgesellschaft.
2 Dieses Einstufungssystem wird in Belgien und im Großherzogtum Luxemburg nicht angewendet.