Glattbrugg. Der neue Astra startet mit einer kompletten Motorenpalette, bestehend aus neun Triebwerken von 64 kW/87 PS bis 132 kW/180 PS. Denn auch die zehnte Generation der Opel-Kompaktklasse steht für die Philosophie der Marke, erschwingliche Autos zu bauen, die hohen Alltagsnutzen mit Fahrspass vereinen. Obwohl die Aussenmasse zugunsten eines grosszügigeren Innenraums leicht gewachsen sind, konnten die Opel-Entwickler den Treibstoffverbrauch deutlich senken und zugleich die Leistung steigern
Die Palette der Astra-Motoren ist sehr leistungsstark und senkt gleichzeitig den Verbrauch und die CO2-Emissionen um durchschnittlich gut 12 Prozent im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit Schaltgetriebe. Voraussichtlich knapp die Hälfte aller Käufer wird sich für die vier Dieselaggregate entscheiden, mit denen der neue Astra in Europa auf den Markt kommt. Sie decken einen Leistungsbereich von 70 kW/95 PS bis 118 kW/160 PS ab und verbrauchen im Schnitt 4,6 Liter je 100 Kilometer.
Das CDTI-Turbodiesel-Angebot umfasst 1,3-, 1,7- und 2,0-Liter-Motoren, durchwegs mit Common-Rail-Technologie und serienmässigem Partikelfilter. Selbst der 118 kW/160 PS starke 2.0 CDTI begnügt sich im Schnitt mit 4,9 Litern pro 100 Kilometer, was einem CO2-Ausstoss von nur 129 Gramm pro Kilometer entspricht. Im Frühjahr 2010 wird die Dieselpalette zudem um eine ecoFLEX-Version des 1.3 CDTI ergänzt, die bei einem Gesamtverbrauch von lediglich 4,2 l/100 km nur 109 g/km CO2 emittieren wird. Alle Dieselmotoren sind auch Standard mit Quickheat Heizsystem ausgestattet.
Das Angebot der Otto-Aggregate besteht aus 1,4-Liter- und 1,6-Liter-Saug- und Turbomotoren mit 64 kW/87 PS bis 132 kW/180 PS. Der durchschnittliche Benzinverbrauch der fünf Triebwerke liegt bei lediglich 6,1 l/100 km.
Der 64 kW/87 PS starke Einstiegs-Benziner verbraucht nur 5,5 Liter je 100 Kilometer und glänzt beim CO2-Ausstoss mit lediglich 129 Gramm pro Kilometer. Das macht ihn zum effizientesten Benziner im gesamten Kompaktsegment. Der Opel-Downsizing-Strategie folgend, ersetzten die Ingenieure beim neuen Astra den 140 PS starken 1,8-Liter-Sauger durch einen gleich starken 1,4-Liter-Turbo und senkten den Verbrauch und damit gleichzeitig die CO2-Emissionen um fast 18 Prozent.
Für die Kraftübertragung stehen Sechsgang-Schaltgetriebe zur Verfügung; der 1,4- und der 1,6-Liter-Saugbenziner sowie der 1,3-Liter-Turbodiesel-ecoFLEX kommen mit fünf Gängen aus. Auf Wunsch ist für die Benziner ein neues, platzsparendes Automatikgetriebe erhältlich.
Fünf hocheffiziente Benzinmotoren: 1,4- oder 1,6-Liter-Saug- und Turbo-Triebwerke
Mit insgesamt fünf Saug- und Turbomotoren, die aus 1,4 oder 1,6 Litern Hubraum 64 kW/87 PS bis 132 kW/180 PS mobilisieren, ist die Benziner-Palette des neuen Astra bestens aufgestellt.
Die quer eingebauten Vierzylinder-Motoren verfügen alle über Aluminium-Zylinderköpfe, zwei oben liegenden Nockenwellen und vier Ventile pro Zylinder. Der Grauguss-Motorblock gibt Festigkeit und sorgt für Laufruhe. Ein Hohlrahmen reduziert das Gewicht. Die Ölwanne aus strukturiertem Aluminium-Druckguss erhöht die Stabilität weiter und verringert zusätzlich die Geräuschentwicklung.
Ausser dem 1,6-Liter-Turbo verfügen alle Motoren über eine variable Ventilsteuerung auf der Ein- und Auslass-Seite. Die Nockenwellen haben hydraulisch arbeitende, flügelförmige Versteller, die den Winkel jeder Nockenwelle in Relation zur Kurbelwelle um bis zu 60 Grad auf der Einlass-Seite und 45 Grad auf der Auslass-Seite variieren. Diese Nockenwellenverstellung ermöglicht es dem Motorsteuergerät, den Öffnungs- oder Schliesszeitpunkt der Ventile veränderten Bedingungen - etwa Drehzahl oder Motorlast - anzupassen. Das alles bewirkt eine flachere Drehmomentkurve, höhere Maximalleistung sowie geringeren Treibstoffverbrauch. Indem sie die Überlappung der Ventilöffnungszeiten optimal steuert, verbessert die Nockenwellenverstellung auch das Abgasverhalten und macht so ein separates Abgasrückführungssystem überflüssig.
Eine der zwei 1,4-Liter- Saugmotoren leistet 74 kW/100 PS bei 6.000 min-1. Das entspricht einer spezifischen Literleistung von 52,8 kW/71,4 PS. Das Aggregat besticht durch einen Verbrauch von nur 5,5 l/100 km. Er ist damit sparsamster Benziner in der Kompaktklasse.
Die kettengesteuerten Nockenwellen mit automatischem hydraulischem Längenausgleich sind wartungsfrei. Zu den weiteren Besonderheiten gehören die hohlen Nockenwellen, die das Gewicht verringern und die beweglichen Massen deutlich senken. Ein Drehschwingungsdämpfer optimiert darüber hinaus die Laufruhe. Die Treibstoff-Einspritzanlage mit Einlasskanal-Abschaltung unter Teillast ermöglicht eine bessere Abgasrückführung. Das heisst: weniger Emissionen und geringerer Treibstoff-Verbrauch.
Der 1,6-Liter-Saugmotor entwickelt 85 kW/115 PS bei 6.000 min-1 und erreicht mit 72,5 PS eine noch höhere Literleistung als das 1,4-Liter-Triebwerk. Das maximale Drehmoment beträgt 155 Nm bei 4.000 min-1. Bereits ab 3.000 min-1 liegen über 90 Prozent des Drehmoments an. Der Verbrauch im kombinierten Fahrzyklus beträgt 6,3 l/100 km.
Der Motor ist mit einem zweistufigen, variablen Einlasskrümmer ausgerüstet. Für mehr Drehmoment bei Drehzahlen unterhalb 4.000 min-1 durchläuft das Benzin/Luft-Gemisch 620 Millimeter lange Ansaugkanäle. Oberhalb 4.000 min-1 sorgt das elektronische Motor-Management-System dafür, dass das Gemisch durch kürzere, 288 Millimeter lange Kanäle strömt und so die maximale Motorleistung mobilisiert.
Durch den Einsatz von Laser-Technik erhalten die Zylindermäntel eine extrem glatte Oberfläche. Das Resultat: minimale Kolbenreibung, geringerer Verschleiss sowie weniger Öl- und Treibstoffverbrauch. Dies wird auch durch die Kolbenboden-Spritzölkühlung begünstigt.
Der neue 1,4-Liter-Turbomotor (103 kW/140 PS) ersetzt das gleich starke 1,8-Liter-Saug-Aggregat. Das Triebwerk zeichnet sich durch eine kräftige Leistungsentfaltung sowie hohe Elastizität aus und stellt zwischen 1.850 und 4.900 min-1 ein Drehmoment von rund 200 Nm zur Verfügung. Zum Vergleich: Der 1,8-Liter-Sauger brachte es auf 175 Nm. Trotz 14 Prozent mehr Drehmoment verbraucht der aufgeladene Motor nur 5,9 l/100 km - eine Verbesserung um fast 18 Prozent. Mit dem kraftvollen 1,4-Liter-Turbo spurtet der neue Opel Astra in 9,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Für die Beschleunigung von 80 auf 120 km/h im fünften Gang benötigt er nur 13,3 Sekunden.
Den wassergekühlten Turbolader mit bis zu 240.000 min-1 bauten die Opel-Ingenieure in unmittelbarer Motornähe in den Abgaskrümmer ein und erreichten so eine schnelle Gasannahme. Ladeluftkühlung nach dem so genannten Luft-Luft-Prinzip erhöht die Dichte des eingehenden Luftstroms.
Der Einsatz einer verstärkten Kurbelwelle mit verstärkten Kolben und Pleuelstangen ermöglicht trotz grösserer Belastung eine relativ hohe Verdichtung von 9,5:1. Die Kolbenboden-Spritzölkühlung, ein Ölkühler sowie die mit Natrium gefüllten Auslass-Ventile gewährleisten selbst unter höheren Temperaturen eine dauerhafte Haltbarkeit.
Der 1,6-Liter-Turbomotor (132 kW/180 PS) mit einer Literleistung von gut 110 PS ist das leistungsstärkste Benzin-Triebwerk im neuen Astra - und zugleich der stärkste Serienmotor in seiner Hubraumklasse. Entwickelt für sportlich orientierte Kunden, vermittelt das aufgeladene Aggregat uneingeschränkten Fahrspass.
Neben der hohen Leistung besticht das Triebwerk zudem durch das beeindruckende Drehmomentplateau von 230 Nm zwischen 2.200 und 5.400 min-1. Schnelle und sichere Überholmanöver erlaubt die so genannte Overboost-Funktion, mit der sich das Drehmoment für fünf Sekunden auf 266 Nm steigern lässt. Mit dem 1,6-Liter-Turbo benötigt der neue Astra für den Sprint von 0 auf 100 km/h gerade mal 8,5 Sekunden und beschleunigt von 80 auf 120 km/h im fünften Gang in 10,5 Sekunden.
Wie bei der 1,6-Liter-Saugversion sorgen die gelaserten Zylindermäntel für minimale Kolbenreibung. Aufgrund der höheren Betriebstemperaturen verfügt auch dieses Triebwerk über Natrium gefüllte Auslass-Ventile und eine Kolbenboden-Spritzölkühlung. Ein Kennfeld-gesteuerter Thermostat erhöht die Kühlwasser-Temperatur bei niedrigen Drehzahlen oder geringer Last. Das vermindert die Schmierstoff-Reibung und reduziert den Treibstoffverbrauch.
Drei Diesel-Motoren in vier Leistungsvarianten: Verbrauch unter 5 l/100 km
Das CDTI-Turbodiesel-Programm enthält 1,3-, 1,7. und 2,0-Liter Common-Rail-Motoren mit Mehrfach-Direkteinspritzung und einer Leistung von 70 kW/95 PS bis 118 kW/160 PS. Alle Aggregate verfügen über einen serienmässigen Partikelfilter und profitieren von den neuesten Entwicklungen und Verbesserungen im Motor-Management. Dies bedeutet: 14,5 Prozent Verbesserung beim Diesel-Verbrauch der kompletten Motorenfamilie im Vergleich zu den schon sparsamen aktuellen Astra-Dieselmodellen. Alle vier Triebwerke verbrauchen im Schnitt weniger als 5,0 Liter pro 100 Kilometer und emittieren weniger als 129 Gramm CO2 pro Kilometer. Das gilt selbst für den kraftvollen 118 kW/160 PS starken 2.0 CDTI. Im Frühjahr 2010 wird eine ecoFLEX-Version mit 1.3 CDTI (70 kW/95 PS) die genügsame Dieselpalette ergänzen, die sich mit 4,2 l/100 km begnügt und nur 109 g/km CO2 ausstösst.
Alle CDTI-Motoren im Astra besitzen 16 Ventile, zwei oben liegende Nockenwellen, Gewicht sparende Aluminium-Zylinderköpfe, speziell geformte Einlasskanäle für optimales Verwirbelungs- und Verbrennungsverhalten, Kolben mit Spritzölkühlung, Zweimassenschwungrad und wartungsfreie Diesel-Partikelfilter. Alle Dieselmotoren sind auch Standard mit Quickheat Heizsystem ausgestattet. Zu den herausragenden technischen Merkmalen gehören:
Das System arbeitet mit einem Druck von bis zu 1.800 bar (beim 1,7 Liter Motor, 1.600 bar bei 1,3 und 2,0 Liter Motor), die ausgefeilte Treibstoffeinspritzung gewährleistet eine extrem feine Zerstäubung in der Brennkammer und ermöglicht bis zu fünf Einspritzungen pro Zyklus, um so viel Energie wie möglich aus der gegebenen Treibstoffmenge zu gewinnen. Daraus resultieren sowohl ganz besonders geringer Verbrauch und Abgasausstoss als auch eine Verringerung des Motorgeräuschs. Die Mehrfacheinspritzung glättet überdies die typischen Selbstzünder-Vibrationen. In der Warmlaufphase reduziert beispielsweise die Voreinspritzung das Kaltstart-Nageln auf ein kaum noch wahrnehmbares Niveau.
Der Anstellwinkel der verstellbaren Leitschaufeln auf dem Turbinenrad variiert ständig in Abhängigkeit von Drehzahl und Motorlast und ermöglicht so selbst bei geringen Geschwindigkeiten eine exzellente, ruckfreie Gasannahme.
Das elektronisch gesteuerte Abgas-Rückführungssystem hat eine zusätzliche Kühlfunktion. Elektropneumatisch arbeitende, vom Motormanagement gesteuerte Bypass-Klappen sorgen dafür, dass der Frischluft Abgas beigemischt wird, was die Verbrennungstemperatur auf das optimale Niveau senkt. Das bringt mehr Leistung und bewirkt zugleich eine Verringerung der Emissionen.
Der 1,3-Liter-CDTI (70 kW/95 PS) im neuen Astra ecoFLEX baut nicht nur besonders kompakt, sondern geht auch aussergewöhnlich sparsam mit dem Treibstoff um: Der Motor verbraucht im kombinierten Verbrauchszyklus nur 4,2 l/100 km, die CO2-Emissionen betragen lediglich 109 g/km. Das hohe Drehmoment von 190 Nm zwischen 1.750 und 3.250 min-1 lässt den geringen Hubraum des Motors vergessen.
Der 1,7-Liter CDTI ist in zwei Leistungsvarianten erhältlich: mit 81 kW/110 PS und einem maximalen Drehmoment von 260 Nm oder mit 92 kW/125 PS und einem Drehmoment von 280 Nm. Beide Motorversionen verbrauchen 4,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer.
Der 2,0-Liter-CDTI, der seine Premiere bereits im Opel Insignia feierte, mobilisiert 118 kW/160 PS und beeindruckt dem einem Drehmoment von 350 Nm, das schon ab 1.750 min-1 zur Verfügung steht. Mit der Overboost-Funktion sind sogar für bis zu 15 Sekunden 380 Nm möglich - eine Portion Extra-Power, wenn sie gebraucht wird. Den herausragenden Auftritt unterstreicht auch die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in gerade mal 9 Sekunden. Trotzdem erweist sich der Motor mit einem Verbrauch von 4,9 l/100km als äusserst sparsam.
Neue Sechsstufen-Automatik sowie Sechs- und Fünfgang-Schaltgetriebe
In den meisten Astra-Modellen kommen serienmässig Sechsgang-Schaltgetriebe mit grosser Spreizung und einem lang übersetzten, Treibstoff sparenden sechsten Gang zum Einsatz. Die 1,4- und 1,6-Liter-Saug-Benziner sowie der 1,3-Liter-Turbodiesel-ecoFLEX sind mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe ausgerüstet. Um auch bei den Einstiegsmodellen eine optimale Treibstoff-Einsparung zu ermöglichen, haben die Opel-Ingenieure dem Zweiwellen-Fünfgang-Getriebe den Vorzug vor dem Dreiwellen-Sechsgang-Getriebe gegeben. Alle Getriebe sind im ersten und zweiten Gang dreifach synchronisiert, um das Einlegen der Gänge zu erleichtern. Die Sechsgang-Getriebe sind ausserdem mit einem synchronisierten Rückwärtsgang ausgestattet.
Die neuartige Sechsstufen-Wandlerautomatik ist bis auf den 1,4-Liter-Saugmotor optional für alle Benzin-Aggregate lieferbar. Sie verfügt über eine ActiveSelect-Funktion für sequenzielle manuelle Gangwechsel mit dem Schalthebel.
Dank spezieller "On-Axis"-Konstruktion baut der neue Getriebeautomat besonders kompakt, was leistungsfähigere Knautschzonen, mehr Platz im Innenraum und eine flachere Motorhaube ermöglicht, als dies bei einer konventionellen Bauweise ("Off-axis") darstellbar wäre: Statt das Getriebe um den quer eingebauten Motor "herumzufalten", befinden sich die Radsätze der Kraftübertragung auf einer Achse mit der Kurbelwelle, was die Gesamtlänge der Motor-Getriebe-Einheit deutlich verkürzt. Gangwechsel werden mit sich gleichzeitig öffnenden und schliessenden Kupplungen durchgeführt, was gegenüber einem freilaufenden Schaltmechanismus exakter funktioniert und dem Fahrer bessere Rückmeldung gibt.
Im Fahrbetrieb passt sich die grosse Auswahl an Schaltmustern an die persönlichen Vorlieben und Gewohnheiten des Fahrers an. Die adaptive elektronische Getriebesteuerung berücksichtigt auch das Streckenprofil. Sie regelt unter anderem die Motorbremse und verhindert das Hochschalten, wenn das Auto verlangsamt oder eine abschüssige Strecke befährt. Im Stand legt das Getriebe den Leerlauf ein, was Vibrationen und Verbrauch reduziert.
Hydraulische Motorlager für geschmeidigen Antrieb
Alle Motorlager sind hydraulisch gedämpft, was die Einleitung von Vibrationen in die Karosseriestruktur minimiert. Adapterplatten ermöglichen, dass dieselben vier Befestigungspunkte für alle Motoren verwendet werden können - zwei am vorderen unteren Hilfsrahmen und je eine an jedem Längsträger.
Die elektrische Pumpe und der Filter der Treibstoffversorgung sind in dem 56-Liter-Tank befestigt, der für eine optimale Gewichtsverteilung und aus Gründen des Aufprallschutzes tief unter dem Rücksitz platziert ist.
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